Vom Konzept über Sachbuch, Roman und Film zum Modellversuch
Der Equilibrismus wurde als Konzept über viele Jahre ausgearbeitet und 2005 als Sachbuch vorgelegt. Unser Sachbuch "Equilibrismus" ist kein Selbstzweck; es will nicht nur informieren, sondern auch reale Veränderungen bewirken, indem es einer infrage kommenden Region als Konstruktionshilfe bei der Umsetzung eines neuen sozioökologischen Wirtschaftsmodells dient. Damit dieses Modell eines "Equitopia" aber von der Bevölkerung der Region mitgetragen und von einer breiten Weltöffentlichkeit mit wohlwollendem Interesse begleitet wird, muss es ganzheitlich verstanden sein.
Interview über Konzept & Tahiti-Projekt mit Initiator Eric Bihl am 23.04.2010 bei DRadio Wissen - als Podcast online
Roti Make, Koordinatorin in Französisch Polynesien, und Eric Bihl im Gespräch mit der taz am 19.03.2010
Wir beobachten ständig das Paradox, dass die Leute zwar sehen, dass das derzeitige System nicht funktioniert, sie aber trotzdem jedem neuen Konzept äußerst skeptisch gegenübertreten. Dies hängt vor allem damit zusammen, dass sie sich jeden Veränderungsvorschlag im bestehenden System vorstellen, und da kann vieles nicht funktionieren, weil Altes und Neues nicht zusammenpassen. Man muss also das Neue als komplettes System darstellen können, um sein Funktionieren begreifbar zu machen und so die Zustimmung der Menschen zu einer Veränderung zu bekommen. Dazu eignet sich am besten die Fiktion in Form eines Romans und eines Films.
Die erste Projektstufe, der Roman, wurde 2008 erfolgreich abgeschlossen (siehe Video unten). In Zusammenarbeit mit dem Equilibrismus-Vorstand Eric Bihl und Volker Freystedt entwickelte der Autor Dirk C. Fleck den Ökothriller "Das Tahiti-Projekt". Hierin beschreibt er eine Welt, in der das Konzept des Equilibrismus weitgehend verwirklicht ist. Damit soll auf anschauliche Art die "neue Welt" erfahrbar gemacht werden. Die Erwartung ist, dass sich die Menschen mit einem klareren Bild vor Augen nach der praktischen Umsetzung sehnen.
Dirk C. Fleck ist u. a. durch sein Kultbuch "GO! Die Ökodiktatur" bekannt geworden. Darin zeigte er 1994, dass wir Gefahr laufen, als letzten Ausweg vor der totalen Vernichtung unserer Lebensgrundlagen die Ökodiktatur wählen zu müssen, die ein Mindestmaß an Vernunft erzwingt, um den übrig gebliebenen Menschen das Überleben zu sichern. Für diese düstere Vision erhielt er 1994 den Deutschen Science-Fiction-Literaturpreis. Mit "Das Tahiti-Projekt" hat Fleck diesen bedeutenden Preis im Jahr 2009 erneut gewonnen - diesmal für einen positiven Blick in die Zukunft!
Inzwischen wurde "Das Tahiti-Projekt" ins Französische übersetzt, die englische Fassung ist in Arbeit; es bleibt die Suche nach interessierten Verlagen. Begleitend entsteht in deutsch-polynesischer Co-Produktion ein Dokumentarfilm, der sowohl die Hintergründe für die Entstehung dieses Romans erklären als auch die reale Umsetzung in Französisch-Polynesien dokumentieren soll.
Auch bei unserem nächsten Schritt kommen wir allmählich voran: An der Verfilmung des Romans besteht von einigen Filmproduzenten ernsthaftes Interesse. Und Dirk C. Fleck hat mit dem Fortsetzungsroman begonnen.
Parallel zu diesen vorbereitenden Projekten arbeiten wir natürlich beharrlich an unserem Langzeit-Ziel: der realen Umsetzung des Equilibrismus-Konzeptes in einer Modellregion. Das bedeutet, die Kontakte zur Bevölkerung und zu Regierungskreisen in Tahiti zu intensivieren, um dort die Einsicht und Bereitschaft für dieses Experiment zu wecken. Denn die Veränderung muss von innen kommen, wir können nur Anstöße geben. Gleichzeitig wollen wir eine symbolische und moralische Unterstützung der polynesischen Bevölkerung durch die Bürger Europas organisieren.
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Weitere Videos zum Tahiti-Projekt gibt es online. Das Buch ist ebenfalls online erhältlich.







Ziele & Projekte